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Ein Haus in der Sehnsucht

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Vor mir steht das fertig gebaute Haus. Man kann es kaufen. Man kann es fotografieren. Zunächst fällt der fokussierte Blick auf Dach Fenster und Türen auf Ecken und Kanten auf Treppen und Gänge auf Messbares also auf scharf Konturiertes sortiert der Blick die Eindrücke nach Kategorien mit denen wir Dinge und Sachen zu begreifen meinen.
In der Nacht dann und beim Tagträumen aramäisch Bilder machend unterwegs lässt die Fixierung auf das Messbare nach, verbinde ich mich mit der atmosphärischen Ladung der Szene, dem Gewebe des Ganzen dem Reich des Unsichtbaren angehörig.

Mag sein in diesem Haus leben Menschen den Blick auf den Horizont gerichtet und darüber hinaus sie wohnen und wandern sind geborgen im Fernweh und unterwegs mit Heimweh. Mag sein hier leben Menschen die tun was sie wollen und sind angekommen wo sie leben müssen, sind also angekommen um zu bleiben und zu leben um aufzubrechen und unterwegs zu sein und tun es selbstverständlich auch und fühlen sich zuhause und lassen sich doch nicht beruhigen.

Das fertig gestellte Haus verwandert fort schreitend ins Unscharfe, nichts Genaues keine Fenstersimsen keine Briefkästen, mehr lichtscheu verschwimmende Grenzen mehr was mich bewohnt was mich nah angeht. Begehren und Verlangen und Angst die auf das Haus gerichtet die vom Haus weg gerichtet sind.

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