-----

vom Bild

-----

Von der unklaren und poetischen Herkunft des Begriffs „BILD“ ist zu berichten, dass sie allenfalls zusammenhängt mit Bilwiss: Kobold, Zauberer, aus dem Mittelhochdeutschen bilwiz, eigentlich: Wundersames wissend, aber auch ausgehen könnte vom germanischen Stamm bil: Wunderkraft, Wunderzeichen.
Das Wunderbare beseelt, was mich umgibt, unbestimmt und doch ungefähr bestimmt. Es erklingt und wird sichtbar als Element des Alltäglichen, Gewöhnlichen, wenn sich meine Perspektiven verschieben, die gewohnte Ordnung plötzlich aussetzt und ich empfänglich werde, wenn ich überrascht ins Staunen gerate, wenn Traum und Realität, Imaginäres und Faktisches zusammen stossen und sich verbinden. In der Poesie eines solchen Augenblicks, in dem nichts festgelegt ist, entsteht das aramäische Bild, das wiederum selbst nichts festlegt. Es fordert als Zeichen vom Wunderbaren dazu auf, von verschiedenen Gesichtspunkten aus eine ganz persönliche Erwiderung zu finden zu dem, was hier gerade nicht dargestellt sondern eröffnet wird. Das Bild hat Spiel und hält dazu an, dieses Spiel zu spielen, das Zusammenspiel verschiedener Deutungsmöglichkeiten, das Spiel der Einbildungskraft. Der magische Impuls der Imagination ist die Zauberkraft, die Unsagbares ins Poetische wendet, in Bilder, Rhythmen oder Szenen, die haften bleiben.

-----

vom Bild

-----

Von der unklaren und poetischen Herkunft des Begriffs „BILD“ ist zu berichten, dass sie allenfalls zusammenhängt mit Bilwiss: Kobold, Zauberer, aus dem Mittelhochdeutschen bilwiz, eigentlich: Wundersames wissend, aber auch ausgehen könnte vom germanischen Stamm bil: Wunderkraft, Wunderzeichen.
Das Wunderbare beseelt, was mich umgibt, unbestimmt und doch ungefähr bestimmt. Es erklingt und wird sichtbar als Element des Alltäglichen, Gewöhnlichen, wenn sich meine Perspektiven verschieben, die gewohnte Ordnung plötzlich aussetzt und ich empfänglich werde, wenn ich überrascht ins Staunen gerate, wenn Traum und Realität, Imaginäres und Faktisches zusammen stossen und sich verbinden. In der Poesie eines solchen Augenblicks, in dem nichts festgelegt ist, entsteht das aramäische Bild, das wiederum selbst nichts festlegt. Es fordert als Zeichen vom Wunderbaren dazu auf, von verschiedenen Gesichtspunkten aus eine ganz persönliche Erwiderung zu finden zu dem, was hier gerade nicht dargestellt sondern eröffnet wird. Das Bild hat Spiel und hält dazu an, dieses Spiel zu spielen, das Zusammenspiel verschiedener Deutungsmöglichkeiten, das Spiel der Einbildungskraft. Der magische Impuls der Imagination ist die Zauberkraft, die Unsagbares ins Poetische wendet, in Bilder, Rhythmen oder Szenen, die haften bleiben.